Kurze Eigendarstellung der Einzelnen Wärmeversorgungsunternehmungen

2.18 Biomasseanlagen2.18 Biomasseanlagen


Nahwärmeversorgung Bad Zell GmbH

Die Marktgemeinde Bad Zell betreibt seit November 1987 eine Hackschnitzelheizung mit 1.500 kW in Form einer Nahwärmeversorgung GmbH. Derzeit sind Schulen, Wohnhäuser und Privathaushalte angeschlossen. In Zukunft ist noch geplant, die Landeskuranstalt, das Gemeindeamtsgebäude, die Kurpension und einige Privathäuser anzuschließen. Anlaß zur Errichtung dieser zentralen Heizungsanlage war der Umweltschutzgedanke. Durch diese Anlage ergibt sich eine Reduktion von ca. 2.700 kg Schwefeldioxid und von ca. 570 kg Stickoxid jährlich. Durch die verbesserten Wirkungsgrade kann mit einer Energieeinsparung von ca. 10% gerechnet werden. Außerdem werden die heimische Holzindustrie bzw. landwirtschaftlichen Betriebe aufgrund der Lieferung von Holzabfällen und Hackschnitzel beschäftigt.

Bäuerliche Hackschnitzel- u. Heizgenossenschaft Aschach/Steyr reg.Gen mbH

Bäuerliche Hackschnitzel- und Heizgenossenschaft Aschach/Steyr ist, wie bereits aus dem Firmenwortlaut hervorgeht, eine Genossenschaft, und als solche im Besitz von 42 Mitgliedern, welche allesamt Landwirte sind.

In Aschach gibt es weder eine Ferngasversorgung noch ein weiteres Fernwärme-versorgungsunternemen, d.h. die Haushalte verfügen ausschließlich über Einzelheizungen. Konkurrenz stellen lediglich die Energieträger Öl und Kohle dar.

Diese liegen im Ortsgebiet von Aschach/Steyr, und werden sich auch in absehbarer Zeit nicht ändern. Der Verkaufsschwerpunkt neuer Anschlüsse liegt aufgrund der schwierigen finanziellen Lage hauptsächlich im Bereich der vorhandenen Leitungen. Die Erschließung neuer Versorgungsgebiete ist nicht geplant.

Hotel Grimmingblick, Bad Mitterndorf

Die Wärmeversorgungsanlage im Hotel Grimmingblick ist im Eigentum vom ÖGB, Gewerkschaft der Gemeindebediensteten.

Die Anlage wird zur Selbstversorgung des Urlauberhotels geführt, es werden lediglich drei Anrainer mitversorgt.

Die Rinde wird von umliegenden Sägewerken besorgt, bis dato gibt es keine Beschaffungsprobleme.

Derzeit und mittelfristig besteht kein Ausbauplan für die Rindenheizungsanlage.

FAB-Fernwärmeanlagen Betriebs GmbH, St.Pölten

Die FAB ist eine 100% Tochter der AGRAR PLUS Beteiligungs GmbH.

FAB ist mit der Errichtung und dem Betrieb von Biomasse-Fernheizwerken im ländlichen Raum tätig. Die Realisierung von Biomasse-Heizwerken ist durch die Struktur der Wärmeversorgung im ländlichen Raum auf Gebiete begrenzt, wo keine anderen leitungsgebundenen Energieträger vorhanden sind, Biomasse-Brennstoffe aus dem land- und forstwirtschaftlichen Bereich und der holzverarbeitenden Industrie zur Verfügung stehen und entsprechende regionale Rahmenbedingungen gegeben sind.

Diese Ausgangssituation bietet ein breites Betätigungsfeld in Zusammenarbeit mit der Region. Die Konkurrenzsituation ist vor allem durch die allgemeine Energiepreissituation im Hinblick auf höhere Kosten der Betriebsanlage von Biomasse-Heizwerken gekennzeichnet.

Die Beschaffung von Biomasse-Brennstoffen stellt in den nächsten Jahrzehnten kein Problem dar, da Durchforstungsreserven und Potentiale aus der Pflanzenproduktion im enormen Ausmaß zur Verfügung stehen.

Im Absatzbereich sind durch die Konkurrenzsituation zur traditionellen Energieversorgung entsprechende Marketingmaßnahmen notwendig.

Elektrizitätswerke Frastanz GmbH

Diese befinden sich ausschließlich in privatem Besitz. Derzeit ist der Aufbau der Wärmeversorgung geprägt durch die Zusammenarbeit der Gemeinde Frastanz mit den E-Werken Frastanz. Es sollen zunächst öffentliche Gebäude durch kleinere FW-Netze erschlossen werden. Auf Grund der so gewonnenen Erfahrungswerte wird flächendeckend die Wärmeversorgung im Ortskern von Frastanz angestrebt, in die auch private Abnehmer eingebunden sind.

Biobrennstoffe GmbH, Graz

Gesellschafter sind die Raiffeisenlandesbank (44,44%), die Landeskammer für Land- und Forstwirtschaft (44,44%) und der Landwirteverband (11,11%).

Riesige Mengen biogener Energieträger bleiben zur Zeit noch ungenützt und werden im Inland deponiert oder ins Ausland entsorgt. Nur ein geringer Teil dieser wertvollen heimischen Biomasse wird als Energieträger genutzt. Der Wärmeverkauf wird stark durch die schon beschriebene Bevorzugung fossiler Energieträger behindert.

Versorgungsschwerpunkte liegen vor allem in für Fernwärme geeigneten Gebieten.

Wärmeübergabestationen werden den Wärmekunden direkt vom Installateur verrechnet.

FWG-Fernwärmeversorgungsgenossenschaft reg. Gen.m.b.H Vitis

Eine Ausbauphase wäre zweckmäßig, kann jedoch infolge der Konkurrenz und notwendiger Förderung insbesonders der FW-Förderung nicht durchgeführt werden.

FWG-Göttelsbrunn-Arbesthal

Weist 116 Genossenschaftsmitglieder auf. Konkurrenz wie Erdgas ist nicht vorhanden.

Beschaffung des Brennmaterials: ca. 400 t Holz-Hackgut von den Mitgliedern, Rest: Sonnenblumenkern-Schalen.

Verkauf: 127 installierte Hauszuleitungen; ca. 100 Objekte werden derzeit beheizt.

Weiterer Ausbau hängt von Flächenwidmungsentscheidungen der Gemeinde ab.

Pichler Werke, Weiz Stromversorgungsgesellschaft m.b.H.- Heizwerk Birkfeld

Technische Daten:

Kesselleistung2.500 kW
Netzhöchstlast 1995/961.200 kW
Netzlänge5.400 m
Anzahl der Kunden80
Jahresabgabe3.000 MWh
HeizmaterialBiomasse
(unbehandelteRinde, Hackschnitzel)

1996 ist ein weiterer Ausbau des Netzes mit Anschluß der Hauptschule und des Seniorencenters Birkfeld geplant.

Die Pichler-Werke Weiz Stromversorgungsgesellschaft m.b.H. hat 1995 das Biomasse-Heizwerk erworben. Damit ist auch weiterhin eine sichere und umweltfreundliche Wärmeversorgung für den Markt Birkfeld gesichert.

Feldbacher Fernwärme GmbH

Eigentumsverhältnisse: STEWAG (51%), REGes.m.H. (29%), Trummer Säge Ges.m.b.H. (10%), Mag. Peter Trummer (10%).

Durch den Wertewandel der Gesellschaft, ein verstärktes Umweltbewußtsein, und gesetzliche Bestimmungen dürfte die FW in Feldbach eine immer größere Rolle spielen. Die Nachfrage nach bequemen, störungsfreien und umweltfreundlichen Heizungsformen wird durch den Anstieg des Wohnbedarfs und durch die Substituierung alter Einzelöfen und Ölfeuerungen weiterhin steigen. Ferngas als weiterer leitungsgebundener Energieträger ist in Feldbach noch nicht vorhanden, wobei Ferngas in anderen Gebieten Kunden gewinnen wird.

Durch Förderungen seitens der Landesregierung wird auch dem Kunden der Anschluß an die FW finanziell erleichtert. Derzeit werden in Feldbach 15% des Gesamtendenergieverbrauchs an Raumwärme durch Fernwärme erzeugt. Es wird angestrebt, ein Drittel des gesamten Raumwärmebedarfs der Stadt Feldbach bis in das Jahr 2000 zu versorgen.

VKW-Kaufmann GmbH & Co

Die Gesellschafter dieser Firma sind die Fa. Kaufmann Holzbauwerk GesmbH, Reuthe, mit 51% und die Vorarlberger Kraftwerke AG, Bregenz, mit 49% sowie die Fa. VKW-Kaufmann Gmbh, Reuthe.

Die Gesellschafter beschäftigen sich schon seit längerer Zeit mit der sinnvollen Nutzung der bei der Fa. Kaufmann Holzbauwerk GesmbH anfallenden Biomasse zur Erzeugung von Strom und Heizwärme.

Aufgrund von umfangreichen Untersuchungen wurde zur Realisierung eine holzbefeuerte Kraft-Wärme-Kopplungsanlage mit 5,8 MW thermischer Nutzleistung bzw. 8,9 MW Feuerungsleistung ausgearbeitet. Baubeginn ist Anfang März 1995 und die Inbetriebnahme im Frühjahr 1996 vorgesehen.

Die unmittelbar angrenzende Fa. Kaufmann Holzbauwerk GesmbH benötigt die Wärme für ihre Holztrocknung, für die Heizung der Werkshallen sowie für diverse Pressen. Die zusätzlich erzeugte elektrische Energie wird in das Netz der Vorarlberger Kraftwerke AG eingespeist.

Die in der KWK-Anlage erzeugte elektrische Energiemenge ist abhängig vom Wärmebedarf der Fa. Kaufmann GesmbH.

Die Gesamtbaukosten der KWK-Anlage wurden mit 60 Mio S veranschlagt, wovon rund 50 Mio S im Jahre 1995 und die restlichen 10 Mio im Jahr 1996 anfallen werden. Die Anbindung der KWK-Anlage erfolgt in das bestehende Rohrnetz der Fa. Kaufmann Holzbauwerke GesmbH, zukünftige Erweiterungsinvestitionen sind nicht vorgesehen.


| Ausbaupläne Fernwärme | 3. Gesamtbedarf an Fernwärme in GWh für die Jahre 1996 bis 2005 - gegliedert nach Bundesländern |